Der Zeitgeist

Die Fotografie war in ihrer Entstehungszeit nur bedingt vonnöten, da es malerisch kein Problem mehr darstellte Perspektive, Licht- und Schattenspiel, selbst die Anatomie des Menschen auf Leinwand darzustellen. Die fotografische Technik war sehr in der Belichtungszeit eingeschränkt und konnte keine schnellen Bewegungsabläufe festhalten. Doch der Reiz, die bildliche Darstellung nicht ausschliesslich den malerischen Künstlern zu überlassen, welche zu dieser Zeit sehr dem Impressionismus und dem Expressionismus verfallen waren, motivierte zu Forschungen für entsprechend lichtempfindlicheres Material. Es wurde gefunden.

Die anfängliche Fotografie.

Nach weiteren Verbesserungen, wie z.B. erhöhte Lichtempfindlichkeit der Bildträger, Blitztechnik, verbesserte Objektive, erhielt der Fotograf die Möglichkeit der Momentaufnahme. Nicht nur die Printmedien waren begeistert. Hier bildeten sich die ersten fotografischen Berufszweige. Das Bildmaterial erzeugte allein der Fotograf, er unterschied sich durch sein Können, da er das Fotomotiv durch seine Entwicklungserfahrung den gewünschten Bedürfnissen anpassen konnte. Neue Verfahren bildeten sich in den Bereichen Entwicklungstechniken, Colorationen oder Fotomontagen. Viele Fotografen hatten eine eigene Entwicklungsmethode ihres S/W Bildmaterials und damit individuelle Stile ihrer Arbeit, da es keiner speziellen Maschinen für die Entwicklungstechnik bedarf.

Die Farbfilm Fotografie.

Erst die Farbfilmtechnik nahm dem Fotografen diese Möglichkeit der individuellen Bestimmung. Genaue Temperaturen der Chemie erforderte gesteuerte Maschinentechnik. Die Ära der Fotofachlabore ist angebrochen und entwickelten verschiedene Entwicklungsmethoden. Diese unterschieden sich durch Hersteller, wie z.B. Agfa, Kodak, Ilford, Tetenal, Fuji u.a. Der Fotograf gab die Kontrolle über das Bild an ein Fotofachlabor mit guten Laboranten.

Die digitale Fotografie.

Mit der Möglichkeit Bilder auf einem digitalen Medium zu speichern kehrt die Entwicklung der Fotomotive wieder in die Hände des Fotografen zurück. Die digitalen Rohdaten müssen nach der Belichtung wieder von dem Fotografen entwickelt werden. Know-how in der digitalen RAW-Datenentwicklung ist unverzichtbar und in seinen Möglichkeiten vergleichbar mit dem Ablauf der chemisch analogen Entwicklung von Filmen und Fotoabzügen.

Stationen, wichtig für den fotografischen Zeitgeist.

Ein perfekt belichteter Film/RAW-Datei ist Voraussetzung für ein optimales Ergebnis. Diese Voraussetzung kann durch individuelle Entwicklungseinstellungen mit einem eigenen Stil perfektioniert werden und setzt idealerweise ein Know-how von anfänglicher und Farb Fotografie voraus. Nachträgliche Bearbeitungen hinsichtlich durch falsche Belichtungen, Unschärfen, Lichtsetzung tilgt die Authentizität und macht letztlich den Unterschied in der Qualität des Ergebnisses aus.

 

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